Schöner lernen an der Uni Halle
Hochschulen im Land erhalten Millionenförderungen zur Verbesserung der Lehre.In der ersten Runde hat es noch nicht geklappt, aber im zweiten Anlauf ist es der Universität Halle und der Kunsthochschule Burg Giebichenstein gelungen, die erhofften Mittel für Vorhaben in der Lehre einzuwerben: In der zweiten Runde des Qualitätspakts Lehre erhalten beide Hochschulen Millionenförderungen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Die Uni Halle wird sich künftig mit Hilfe von mehr als sechs Millionen Euro Förderung der Frage widmen, wie die multimediale Welt die Lehre verändert. Dazu werde ein Lehrstuhl eingerichtet, der kognitionspsychologisch untersucht, welche Medienanwendungen sinnvoll in der Hochschullehre eingesetzt werden können, sagte Christoph Weiser, Prorektor für Studium und Lehre. Ob intelligente Tafeln, Smartboards genannt, grüne Wandtafeln in den Seminarräumen ablösen oder E-Learning vor dem heimischen Computer Vorlesungen ergänzen kann; ob Seminargruppendiskussionen per Chat oder der Einsatz von Lernsoftware - das ganze Spektrum multimedialer Anwendungen soll im Vorhaben "Studium multimedial" auf seine Lehrtauglichkeit untersucht werden. Zudem werde erforscht, wie das Angebot der Unibibliotheken mit Hilfe von elektronischen Büchern und Zeitschriften neu gestaltet werden kann, sagte Weiser. Der Lehrstuhlinhaber solle nicht nur forschen, sondern auch Ansprechpartner für Kollegen aller Fakultäten sein, um sie in Sachen multimediagestützter Lehre zu beraten.
Neben dem Einzelprojekt ist die Uni Halle im Gemeinschaftsprojekt "Heterogenität als Qualitätsherausforderung für Studium und Lehre" beteiligt, das 3,5 Millionen Euro vom BMBF erhält. Die Unis Magdeburg und Halle sowie die Hochschulen Magdeburg, Harz, Merseburg und Anhalt untersuchen hierbei, wie sich die Hochschulen auf andere Zielgruppen als Abiturienten einstellen können, sagte Weiser. Denn künftig werde die Zahl der Menschen an den Unis steigen, die sich berufsbegleitend, mit Meisterbrief oder als Gaststudenten aus dem Ausland einschreiben. Darauf müsse man sich rechtzeitig vorbereiten, sagte Weiser.
Nicht zuletzt hatte auch die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle Erfolg beim Qualitätspakt Lehre. Mit mehr als 2,9 Millionen Euro sollen hier neue Lehrmethoden entwickelt werden.