Flyer des WZW
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Das zu Beginn der 90er Jahre erneuerte Hochschulsystem Sachsen-Anhalts – bestehend aus zwei Universitäten, einer Kunsthochschule und vier Fachhochschulen sowie einer Hochschule für Kirchenmusik, einer Theologischen Hochschule und einer Polizeihochschule – hat inzwischen weithin Anerkennung gefunden. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen, die mit den Stichworten „Qualität in der Breite und Spitze, demographischer Wandel und Internationalisierung“ skizziert werden können, hat es sich neu zu bewähren.
Mit der Hochschulplanung 2003/2004 ist in Sachsen-Anhalt ein Prozess der Profilierung und Schwerpunktbildung eingeleitet worden, der die Voraussetzungen für eine stärkere Konzentration der Landesmittel bei der Finanzierung des Wissenschaftssystems schaffen soll. Ziel der Konzentration der Fördermittel war bzw. ist die Stärkung reputationsstarker und wettbewerbsfähiger Forschungspotenziale der Hochschulen in Kooperation mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen.
In diesen Rahmen fällt die Gründung des Wissenschaftszentrums Sachsen-Anhalt Wittenberg e.V. (WZW) im Jahr 2005 durch das Kultusministerium und die Hochschulen des Landes. Dem Wissenschaftszentrum ist seit der Gründung die Mehrheit der außeruniversitären Forschungseinrichtungen des Landes beigetreten. Das WZW fördert den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit und unterstützt die Kooperation und Vernetzung innerhalb des Wissenschaftssystems.
Zu den Aufgaben des WZW gehören die Koordinierung der ExzellenzOffensive des Landes (Förderung von Forschungsschwerpunkten), die Entwicklung von Konzepten und Kriterien für eine qualitätsgeleitete Forschungsförderung sowie die Unterstützung der Nachwuchsförderung. Das WZW begleitet entsprechende Fördermaßnahmen administrativ, organisiert Expertise zur Hochschul- und Wissenschaftspolitik und -entwicklung, erarbeitet Empfehlungen für die Vergabe von Forschungsmitteln des Landes nach Evaluationskriterien und organisiert moderierte Kommunikationsprozesse.
Das WZW wird bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben durch einen Wissenschaftlichen Beirat unterstützt. Dessen Aufgaben sind, das WZW bei der weiteren Gestaltung der Wissenschaftslandschaft, bei Abstimmungen zur Innovations- und Förderpolitik des Landes und bei der Entwicklung entsprechender Förderstrategien zu unterstützen. Seit seiner Gründung hat sich das WZW als eine Kommunikationsplattform bewährt, die einerseits zur Verdichtung des Forschungsnetzwerkes beiträgt, andererseits die Wissenschaft und deren Intention einer breiten Öffentlichkeit nahe bringt.
Am Wissenschaftszentrum sind verschiedene Plattformen angesiedelt, welche aktuelle für das Land wichtige Themen vertieft bearbeiten. Hierzu gehört die Plattform „Demographischer Wandel in Sachsen-Anhalt“. Auf der Grundlage von 13 durch das Wissenschaftsministerium geförderten Projekten beschäftigt sich diese Plattform mit den Herausforderungen des demographischen Wandels im Land. Ziel ist es, Politik und Verwaltung Handlungswissen zur Bewältigung der mit dem demographischen Wandel anstehenden Herausforderungen zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang wirkte die Plattform bisher u.a. an der Überarbeitung des Handlungskonzepts der Landesregierung Sachsen-Anhalt „Nachhaltige Bevölkerungspolitik“ mit.
„NachwuchswissenschaftlerInnen für Sachsen-Anhalt“ ist eine weitere Plattform am WZW. Diese versteht sich als ein Forum für junge WissenschaftlerInnen – interessierte Studierende bis hin zu Post-DoktorandInnen –, indem die Möglichkeit des Austausches untereinander geschaffen und die Weitergabe von Erfahrungen vereinfacht werden soll. Die Plattform verleiht dem wissenschaftlichen Nachwuchs somit eine hochschulpolitische Stimme.
Ebenfalls eine Plattform unterhält das WZW zur Hochschulberichterstattung. Im Aufbau befinden sich zudem Plattformen zum Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie zur zukünftigen IT-Konzeption an den Hochschulen des Landes.









